Conradin Kreutzer

Zur Person

Conradin Kreutzer (* 22. November 1780 in der Thalmühle bei Meßkirch im Fürstentum Fürstenberg; † 14. Dezember 1849 in Riga) war ein deutscher Musiker, Dirigent und Komponist. Er war wie Albert Lortzing oder Louis Spohr ein typischer Vertreter der Frühromantik und des musikalischen Biedermeier. Sein bis heute bekanntestes Werk ist die Oper Das Nachtlager in Granada.

Kreutzers Schaffen erstreckte sich auf verschiedene Genres der Musik: Er schuf rund 50 Bühnenwerke, Werke für Kammermusik, Kirchenmusik und Lieder. In der breiten Bevölkerung waren seine Chorkompositionen, vor allem für Männerchor, in denen er vielfach Gedichte von Ludwig Uhland vertonte, ausgesprochen verbreitet.

Seine Bedeutung im frühen 19. Jahrhundert wird in Gustav Schillings Encyclopädie der gesamten musikalischen Wissenschaft von 1837 so beschrieben: Als Componist steht er in der Reihe der Beliebtesten seiner Zeitgenossen. Er weiß die Melodik des italienischen Styles mit französischer Eleganz und deutscher Kraft zu vereinen. Gesang ist immerdar der alles umschliengende Zaubergürtel, der eben sowohl in seinen reizenden Cantilenen als vielstimmigen Combinationen sich entfaltet. Im Musikalischen Conversations-Lexikon von 1876 wird er noch als „der gefeierte Liebling der Nation“ bezeichnet, dessen Stärke „die ansprechende, liebenswürdige und vor allem sehr sangbare Melodie“ sei.

Weitere Informationen zu Conradin Kreutzer finden Sie auf Wikipedia: wiki/Conradin Kreutzer

 

Conradin Kreutzer Tafel

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Die Conradin-Kreutzer-Tafel ist eine Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg für Vereinigungen der Laienmusik. Sie wurde auf Initiative des Ministerpräsidenten Erwin Teufel 1998 vom Land gestiftet und ist nach dem in Meßkirch geborenen Komponisten Conradin Kreutzer (1780–1849) benannt.

Die Conradin-Kreutzer-Tafel wird auf Landesebene solchen Musikvereinigungen verliehen, die mindestens 150 Jahre bestehen und sich künstlerische, volksbildende und kulturelle Verdienste um die Pflege der Laienmusik erworben haben. Zudem ist Voraussetzung, dass sie die für 100-jähriges Bestehen verliehene Pro-Musica-Plakette (vom Bundespräsidenten für Blasorchester verliehen) bzw. die Zelter-Plakette (für Männerchöre) besitzen. Die Conradin-Kreutzer-Tafel wird jeweils vom amtierenden Kultusminister verliehen.

Die Tafel wurde von dem Designer Roland Kühn aus Esslingen/Neckar gestaltet.

 

Conradin Kreutzer Medaille

Mit der Stiftung dieser musikbetonten Landesauszeichnung der Conradin-Kreutzer-Tafel wird also auch eines Komponisten gedacht, der zum Musikleben im heutigen Baden-Württemberg besondere Grundlagen schuf, in besonderer Weise zur Musikkultur des Landes gehört und vor allem die Laienmusik bis heute beflügelte. Daher verleiht etwa der Badische Sängerbund schon seit 1932 seine Conradin-Kreutzer-Medaille an Personen, die sich um die Förderung des Chorgesangs besonders verdient machten.

Medaille zur Konradin Kreutzer Feier 1930 in Meßkirch

Interview zu Conradin Kreutzer

SWR2- MusikOrte: Conradin Kreutzer in Meßkirch [17.364 KB] MP3
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